Die Kollisionsgeschwindigkeit ist eine der wichtigsten Größen in der Unfallrekonstruktion. Sie beeinflusst Verletzungsrisiko, Vermeidbarkeitsbewertung und oft auch die juristische Einordnung des gesamten Geschehens.
Was mit Kollisionsgeschwindigkeit gemeint ist
Gemeint ist die Geschwindigkeit im Moment des Anpralls. Sie ist nicht automatisch identisch mit der Geschwindigkeit vor einer Bremsung. Deshalb müssen Bremsweg, Reaktionsphase, Spuren, Endlagen und Fahrzeugdeformationen gemeinsam ausgewertet werden.
Methoden der Ermittlung
- Spuren- und Weg-Zeit-Analyse
- Impuls- und Energiebetrachtungen
- Computergestuetzte Rekonstruktion und Plausibilitätsabgleich
- Abgleich mit Fahrzeugdaten und Schadengeometrie
Warum das für Laien relevant ist
Die ermittelte Geschwindigkeit entscheidet oft über Haftungsquoten, strafrechtliche Vorwürfe und die Bewertung von Verletzungsfolgen. Ein verständliches, transparentes Gutachten macht diese technischen Zusammenhänge auch für Nicht-Fachleute nachvollziehbar.